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1. Türchen im Inspirations-Adventskalender




Weihnachten

 - von Herrmann Hesse


Ich sehn‘ mich so nach einem Land

der Ruhe und Geborgenheit

Ich glaub‘, ich hab’s einmal gekannt,

als ich den Sternenhimmel weit

und klar vor meinen Augen sah,

unendlich großes Weltenall.

Und etwas dann mit mir geschah:

Ich ahnte, spürte auf einmal,

daß alles: Sterne, Berg und Tal,

ob ferne Länder, fremdes Volk,

sei es der Mond, sei’s Sonnnenstrahl,

daß Regen, Schnee und jede Wolk,

daß all das in mir drin ich find,

verkleinert, einmalig und schön

Ich muß gar nicht zu jedem hin,

ich spür das Schwingen, spür die Tön‘

ein’s jeden Dinges, nah und fern,

wenn ich mich öffne und werd‘ still

in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,

der all dies schuf und halten will.

Ich glaube, daß war der Moment,

den sicher jeder von euch kennt,

in dem der Mensch zur Lieb‘ bereit:

Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!


Ein paar Zeilen von mir dazu...

Wie Hesse schreibt: "...daß all das in mir drin ich find,

verkleinert, einmalig und schön". Und ebenso ist auch das Türchen zu verstehen. In der eigenen Vollkommenheit, mit Demut vor aller Schöpfung. Ob es nun ein großer Herr ist oder das Göttliche in allen Dingen oder die Göttin, das soll jeder für sich selbst entscheiden.


Ich wünsche dir von Herzen einen schönen ersten Dezembertag.


Verlosung: Heute dreht sich das Magazin EIGENKREATION Vol. 1 in der Lostrommel.

2 Comments


Marianna Donner
Marianna Donner
Dec 01, 2023

Schönes Zitat das zum Nachdenken anregt. Danke für den Impuls. Bin schon gespannt auf mehr 😀

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lenaliteratur
lenaliteratur
Dec 05, 2023
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Ganz lieben Dank, Lena 😍

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