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Selbstversorger-Feeling: Hochbeet für Anfänger

Das Gartenprojekt meiner Zwillingsschwester Eva aus dem Magazin „EIGENKREATION Vögel wollen fliegen Volume 1"


Abenteuer Hochbeet
Abenteuer Hochbeet
"Ein Garten ist ein Ort des Wachstums, sowohl für die Pflanzen als auch für die Seele."

Morgens aufstehen, gleich barfuß raus in den Garten gehen, das Wachstum des eigenen Gemüses bestaunen, wässern und ernten. Ein bisschen Selbstversorger-Feeling... Das war schon immer ein kleiner Traum von mir. Ich dachte aber ehrlich gesagt lange, dafür bräuchte es Fachwissen, Zeit und Platz. Für eine gute Ernte müsse man sicher vieles beachten. Erst als zwei Bäume in meinem Garten gefällt werden mussten und eine traurige Lücke klaffte, habe ich mir kurz entschlossen ein Hochbeet angeschafft.


So wird`s gemacht

Der Aufbau war heikel, da nicht mal Bohrlöcher in den Brettern eingezeichnet waren. Da werde ich beim nächsten Beet darauf achten und lieber etwas mehr Geld investieren. Für die Füllung gibt es drei verschiedene Schichten: Grundfüllung, Erde und Kompost. Inzwischen unkompliziert in jedem Baumarkt zu kaufen. Ich habe allerdings das Volumen meines Hochbeets kolossal unterschätzt. Es waren am Ende mehrere Wagenladungen nötig. Das Projekt war in Summe ganz schön kostspielig (ab ca. 250,- € aufwärts), bringt aber für viele Jahre große Freude und Gemüse in Bioqualität. Wir haben das Beet außerdem mit einem Bodengitter vor Wühlmäusen und das Holz mit einer Noppenfolie vor Verwitterung geschützt. Zudem habe ich das Holz einmal von außen wetterfest lasiert.

Und jetzt kommt der richtig schöne Teil... in meinem Garten thront nun dieses wunderschöne Hochbeet und liefert mir täglich frische Ware. Und dass, obwohl ich eine absolute Anfängerin bin. Ich sage immer, bei mir pflanzt das Bauchgefühl – und das zahlt sich offensichtlich aus. Hochbeet für Anfänger


"Ein jeder erntet, was er sät." - Martin Luther

Für den Start besonders geeignet sind Zucchini und Mangold.

Da kann man gar nichts falsch machen, vorausgesetzt, man gießt genug. Ich habe teilweise meinen Augen nicht getraut und definitiv noch nie in meinem Leben so viele Zucchini gegessen.

Man hat eine ganz andere Verbindung zu diesen wundervollen Nahrungsmitteln, wenn man sie selbst gezogen hat. Wenn man gesehen hat, wie aus einem Samen ein Pflänzchen wird, mit leuchtend gelben Blüten und dann schließlich eine vor Kraft nur so strotzende kleine Gemüsefabrik. Und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. In Gärtnereien oder Baumärkten sind die Samen und Pflanzen gut beschriftet. Wenn man möchte, kann man direkt loslegen. Inzwischen habe ich weitere Beete in Planung, mir Bücher angeschafft und ein neues Hobby gefunden.

Für den Winter steht mein Plan bereits, denn auch in der dunklen Jahreszeit wird mir mein Beet mit Grünkohl und anderen Köstlichkeiten wahre Energiebomben liefern. Morgens aufstehen, barfuß raus in den Garten gehen, das Wachstum des eigenen Gemüses bestaunen, wässern und ernten. Ein bisschen Selbstversorger-Feeling. Es war gar nicht so schwer. Nur wer sät, kann ernten.



Junge Zucchini mit Blüte
Junge Zucchini mit Blüte

Gemüsepflanzen für Hochbeete und Anfänger


Zucchini: Ein warmer und sonniger Standort ist für Zucchini ideal, die Pflanzen kommen aber auch im Halbschatten zurecht. Der Boden sollte tiefgründig, durchlässig und nährstoffreich sein. Gut geeignet sind Zucchini auch für Hochbeete. Ertrag: bis zu 20 Früchte pro Pflanze.


Mangold: Robust und vielseitig, gedeiht gut in Hochbeeten. Benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und lockeren, gut durchlässigen Boden. Kann über einen längeren Zeitraum geerntet werden und eignet sich für den Frühling sowie den Herbst.


Radieschen: Schnell wachsend und perfekt für Hochbeete. Benötigen einen sonnigen Standort und lockeren, humusreichen Boden. Bereits nach wenigen Wochen erntereif und bringen Frische in Salate und Gerichte.


Salat: Verschiedene Sorten wie Kopf-, Schnitt- oder Pflücksalat gedeihen gut in Hochbeeten. Bevorzugen einen halbschattigen Standort und lockeren, gut durchlässigen Boden. Einfach anzubauen und bieten eine kontinuierliche Ernte über einen längeren Zeitraum.


Karotten: Ideale Gemüsepflanzen für Hochbeete, da sie keine tiefen Böden benötigen. Vorzugsweise sonniger Standort und lockerer, sandiger Boden. Je nach Sorte über einen längeren Zeitraum erntefähig und vielseitig verwendbar.


Rote Bete: Pflegeleicht und gut für Hochbeete geeignet. Bevorzugen sonnigen Standort und lockeren, humusreichen Boden. Kann über einen längeren Zeitraum geerntet und für Salate, Suppen oder als Beilage verwendet werden.


Mit diesen Gemüsepflanzen können Anfänger im Hochbeet erfolgreich starten und eine reiche Ernte genießen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und entdecken Sie die Freude am eigenen Anbau von frischem Gemüse. Mehr Bio geht nicht!




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