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,Die Nächste bin ich´

Die Nächste bin ich. Was macht dieser Satz mit dir?


Die Nächste bin ich
Die Nächste bin ich

Ich bin in meinem Veränderungsprozess auf diesen Titel eines Liedes von Stefanie Werger aufmerksam geworden. Sie singt:

Die Nächste bin i, i hab mi lang genug hinten angestellt. hab die anderen vor mir nimmer zählt und das Warten war hart, aber i hab gewart.

Es fällt uns nach wie vor und bei aller Persönlichkeitsarbeit nicht leicht, uns selbst zur Priorität zu machen. Egoistisch, unanständig, selbstverliebt?


Ich habe so gedacht, obwohl ich kinder- und partnerlos bin. Mich blind in den Dienst anderer gestellt… bin in alle erforderlichen Rollen geschlüpft und war stets angenehm und deeskalierend. Weil es das Bild war, das ich von einer Frau hatte. Doch um da raus zu kommen, half mir dieses Verhalten nicht. Wenn man sich entscheidet, sich mit Haut und Haaren anzunehmen, zu lieben und zu ehren und keinen Selbstverrat mehr zu begehen, dann bleibt eine gewisse Eskalation nicht aus. Und sie kann wohltuend und klärend sein. Das Drama im Kopf war wiedermal viel größer als die eigentlichen Konsequenzen. So habe ich dem Leben vertrauen gelernt und die Kraft dahinter verstanden, die selten voll gelebt wird.


Rückblickend erst begreife ich, wie wertvoll dieser Entwicklungsschritt war. Denn jetzt erst erreiche ich Menschen als die, die ich wirklich bin. Als wäre meine Seele zurück in den Körper geschlüpft. Jetzt traue ich mir Thought Leadership zu - weil ich selbst was von mir halte. Und ich habe den Hochstapler in mir in den Griff bekommen. Mir nimmt heute niemand mehr so leicht meine eigene Meinung weg, außer er/sie hat richtig gute Argumente… dann korrigiere ich schon ☺️


Jede Frau, die sich danach sehnt, darf sich an die nächste und erste Stelle in ihrem Leben setzen, denn wenn es ihr gut geht, geht es auch allen anderen, die von ihr abhängen, unweigerlich besser. Eingesperrte, erdrückte, verschluckte Energien suchen sich Wege, um zum Ausdruck gebracht zu werden. Dies aktiv zuzulassen und zu gestalten, ist sicher einer der gesündesten Wege, deshalb propagiere ich den Selbstausdruck in allen erdenklichen Formen. Manches findet dadurch ein Ende, viel mehr jedoch einen Anfang 🥰


Was macht der Satz mit dir: ,Die Nächste bin ich‘? Welche Gedanken durchfahren deinen Körper, wo rührt sich ein ,Ja, aber…?‘ … und … würde dieser Satz auch auf deinem Visionboard stehen?


Und Stefanie Werger singt weiter (in meinem Austropop-Style vom Hören abgetippt, da ich leider keine Lyrics gefunden habe):

Ich hab nimmer glaub, dass i drankomm, man übersiehts und dann ist die Zeit um, aber jetzt hab ichs Gefühl, die Nächste bin i. Kann sei, dass i a Nummer zu klein für euch bin, doch i wart nimmer, weil i scho überreif bin, jetzt gehts dahin ... die Nächste bin i. Kann sei, dass die Tür gar nicht aufgeht, dass sich vor mir einer in Weg stellt, aber wenn i verlier, dann erst hinter der Tür.

Dank eines wertvollen Austauschs auf Instagram ordne ich den gesamten Beitrag wie folgt ein: Dieser Satz "Die Nächste bin ich" ist ein vorübergehender Zustand des Aufbruchs ... eine Haltung, die man einnimmt, wenn man in eine Rückeroberung geht, wenn die Seele eben wieder in den eigenen Körper schlüpft. Manchmal braucht es das ... sich herauszuschälen, um dann wieder ganz bei sich anzukommen. Bei mir jedenfalls war es so. Hat man eine neue Lebensidentität erschaffen und ist sich selbst - ganz selbstverständlich - kann man den Zettel vom Board nehmen. Es geht um die Balance und nicht um einen Wettkampf, nichts ums Drängeln und nicht ums Ego - im besten Falle jedenfalls nicht.


Liebe zu sich selbst ist nicht zwangsläufig Egoismus. Egoismus bezieht sich eher darauf, dass jemand nur an sich selbst denkt und die Bedürfnisse anderer ignoriert oder sogar ausnutzt, um seine eigenen Ziele zu erreichen. Selbstliebe hingegen ist eine gesunde Wertschätzung und Akzeptanz seiner eigenen Person. Es geht darum, sich selbst zu respektieren, sich um seine Bedürfnisse zu kümmern und sich selbst zu unterstützen, ohne dabei die Bedürfnisse anderer zu vernachlässigen. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zu finden zwischen Selbstliebe und Fürsorge für andere.


Zur Sängerin Stefanie Werger:

Stefanie Werger ist eine österreichische Sängerin, Liedermacherin und Schauspielerin, die besonders für ihre Lieder im Austropop-Stil bekannt ist. Sie wurde am 10. März 1951 in Knittelfeld, Steiermark, geboren. Werger erlangte in den 1980er Jahren große Popularität mit Hits wie "I wü ned" und "Solang der Alte noch 20 ist". Ihre Lieder zeichnen sich oft durch eingängige Melodien und humorvolle, aber auch nachdenkliche Texte aus. Neben ihrer Musikkarriere war sie auch in Theaterproduktionen und Fernsehsendungen aktiv. Ich habe sowas wie ein paar Lieblingslieder von ihr, weil sie für mich eine eigensinnige Individualistin ist, die sich was traut. etwas, das ich mich noch nicht ganz traue.


Herzlichst

Lena

 

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