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,Ich möchte nicht alleine sein, ich möchte in Ruhe gelassen werden.‘

Aktualisiert: 2. Feb.

Stille ist ein schöner Ort - lena.literatur
Stille ist ein schöner Ort - lena.literatur
„Ich möchte nicht alleine sein, ich möchte in Ruhe gelassen werden.“

Dieses Zitat von Audrey Hepburn trifft einen inneren Punkt, den viele hochsensible Menschen kennen.

Immer wieder ist da diese Stimme: Ich möchte alleine sein. Und zugleich das Wissen, dass dieser Gedanke zu kurz greift. Denn es geht nicht um radikale Abgeschiedenheit. Es geht um einen Zustand von innerer Ruhe – auch in Verbindung mit anderen.

Ich würde mich deutlich mehr in Gesellschaft wagen, wenn ich dort mehr in Ruhe gelassen würde. Wenn weniger gezogen, bewertet, interpretiert würde. Ich bin dabei, genau dafür meinen eigenen Weg zu finden.




Hochsensitivität und Hochsensibilität verstehen

Seit ich meine Persönlichkeitsmerkmale besser kenne, kann ich vieles klarer einordnen. Als hochsensibler Mensch fehlt mir der Filter für Sinnesreize. Geräusche, Stimmungen, Energien – alles dringt ungefiltert ein. Besonders im Zusammensein mit Menschen führt das schneller zu Erschöpfung.

Ein weiterer Aspekt der Hochsensitivität ist die feine Wahrnehmung emotionaler Zwischentöne. Das Lesen von Stimmungen, das Vorhersehen von Entwicklungen, ein hohes Maß an Empathie und Deeskalationsfähigkeit gehören dazu. Diese Gabe ist wertvoll – sie kostet jedoch viel Energie.


Mein Weg: Alleinleben, Natur und ausgewählte Nähe

Mein aktueller Weg ist ein naturnahes, kreatives Alleine Leben mit meinem Hund Nala. Dazu kommen wenige, bewusste persönliche Kontakte und eine starke Verbundenheit mit vielen Menschen über soziale Plattformen.

Diese Form der Verbindung fühlt sich stimmig an. Weit – und zugleich ruhig.


In der Natur: nicht allein, sondern in Frieden

Nala und ich waren unterwegs in einem rostroten Meer aus Farn. Der Waldboden war weich und federnd. Tannennadeln, Zapfen, Rinde und Moos lagen dicht beieinander. Kleine Pilze standen wie gesetzte Zeichen am Weg. Große Pilze wirkten wie stille Wächter. Die Luft war kühl, erdig und klar. Dieser Ort stellte keine Fragen. Dieser Ort verlangte nichts.

Wir sind nicht einfach gegangen. Wir sind eingetaucht. Schritt für Schritt. Ohne Ziel. Ohne Absicht. Wir haben uns treiben lassen. Nala war aufmerksam und ruhig. Ich war wach und nicht angespannt. Unser Rhythmus hat sich der Umgebung angepasst. Es gab keinen Widerstand mehr zwischen uns und dem Ort.


Wir waren nicht allein. Ein Reh hielt kurz inne, sah uns an und zog weiter. Ein Rotkehlchen zeigte sich und verschwand wieder. Überall war Leben. Nichts war laut. Nichts war aufdringlich. Alles hatte seinen Platz. Wir waren nicht einsam. Wir waren in Ruhe gelassen.


Die Verbindung zu den Tieren ist in solchen Momenten besonders stark, weil sie auf Stille beruht, auf Präsenz, auf einer Form von Bedingungslosigkeit, die keine Erklärung verlangt und keine Rolle kennt.

Dinge sein lassen und den eigenen Maßstab wahren

In solchen Momenten wird eine Haltung erfahrbar, die sich in den universellen Gesetzen des Lebens ebenso findet wie im Stoizismus. Alles folgt einer eigenen Ordnung, und jedes Wesen bewegt sich nach seinem inneren Maß, ohne überzeugen oder recht haben zu müssen. Es genügt, im eigenen Takt zu bleiben und sich nicht permanent im Außen zu verorten.

Auch die stoische Philosophie weist in diese Richtung, indem sie den Blick nach innen lenkt und mit der Dichotomie der Kontrolle klar unterscheidet zwischen dem, was beeinflussbar ist, und dem, was sich dem eigenen Einfluss entzieht. In der eigenen Verantwortung liegt die Haltung, während Urteile, Reaktionen und Zuschreibungen anderer außerhalb dieses Einflussbereichs liegen.

In einer Welt, in der es gilt, man selbst zu sein, braucht es Vertrauen in die eigene Prüfung und die Bereitschaft, auf dauerhafte Erklärung und Rechtfertigung zu verzichten. Jeder Blickwinkel bringt eine eigene Wahrheit hervor, die aus Erfahrung, Prägung und innerem Zustand gewachsen ist und nicht verhandelbar sein muss.

Dinge dürfen stehen bleiben und Dinge dürfen sein, wie sie sind, während sich der Fokus auf das richtet, was tatsächlich gestaltbar ist: die eigene Haltung, Klarheit und Integrität.

Das Leben darf für sich genossen werden, ohne Vergleich, ohne Beweisführung und ohne Anspruch.

Anderen kann die Hand gereicht werden, wenn die Kapazität vorhanden ist oder wenn es erforderlich erscheint, nicht aus Pflicht oder Rolle, sondern aus innerer Stimmigkeit heraus.

Das ist kein Rückzug aus der Welt. Das ist eine bewusste Art, in der Welt zu sein.


Wenn du dieses Gefühl kennst und diese Sehnsucht in dir spürst, dann findest du sie auch in meinen Romanen. Dann empfehle ich dir Reduktion – Die Essenz des Lebens, Reflexion – Die Kunst des Lebens und Bramberi. Diese Bücher richten sich an Leserinnen und Leser, die Stille suchen, Tiefe zulassen und ein Leben schätzen, das nicht lauter werden muss, sondern klarer.


Stille ist ein schöner Ort.


Herzlichst

Lena


Im Wald in bester Gesellschaft - lena.literatur
Im Wald in bester Gesellschaft - lena.literatur

Pressekontakt

Lena Dieterle 
Am Felsenkeller 11
63924 Kleinheubach
lenaliteratur@web.de

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