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Erwartungsfrei LOSLASSEN - Eine Lebenskunst

Inhaltliche Auszüge aus meinem Artikel aus dem Magazin EIGENKREATION Vögel wollen fliegen Vol. 2


Für viele Menschen ist das Loslassen selbst dann eine Herausforderung, wenn es um Dinge geht, die nicht mehr mit ihren Werten übereinstimmen. Obwohl sie sich dieser Diskrepanz bewusst sind und den Wunsch haben, diese Gewohnheiten oder Verhaltensweisen durch andere, wertekongruente Routinen zu ersetzen, fällt es schwer. Ich habe deshalb einen Artikel für mein mein Magazin EIGENKREATION Vögel wollen fliegen Vol. 2 geschrieben, den ich heute mit dir teile.


Erwartungsfrei Loslassen - eine Lebenskunst
Erwartungsfrei Loslassen

Ich habe mich immer gefragt, warum es mir schwerfällt, Dinge loszulassen - obwohl ich von Natur aus eher minimalistisch veranlagt bin und sonst im Leben Unnötiges zügig aussortieren kann. Erst 2022, während der Arbeit an meinem dritten Buch "Schattennovelle", begann ich, mich mit den menschlichen Hirnstrukturen zu beschäftigen und darüber einen Artikel für ein Magazin zu verfassen. Seitdem beobachte ich mich und andere noch aufmerksamer. Und frage mich: Warum lasse ich etwas los, nur um es wie einen Bumerang wieder auf mich zurückschnellen zu sehen? Manipuliere ich mich etwa selbst?


Die Geschichte vom umgeknickten Baumstamm Erwartungsfrei LOSLASSEN

Eines Tages stieß ich im Wald auf einen umgeknickten Baum, der trotz seines Bruchs weiterlebte. Er war nur geknickt, nicht abgetrennt und wurde so noch immer vom Stamm versorgt. Sein Fortbestehen verdeutlichte mir, dass alles, was nicht vollständig losgelassen ist, weiterexistieren kann. Dieses Bild prägte sich tief in mein Bewusstsein ein und verdeutlichte mir die Bedeutung des bedingungslosen und erwartungsfreien Loslassens.


Du kennst sicher das Sprichwort (für das vielleicht Konfuzius als Urheber gilt):

"Wenn du etwas liebst, lass es frei. Kommt es zurück, gehört es für immer dir."

Ich habe mich da oft dran gehalten und losgelassen, was das Zeug hält ... allerdings immer mit der Absicht, dass es dann zu mir zurückkommt.


Beispiele dafür, wie wir uns unbewusst an Dinge klammern, sind zahlreich: Sei es der Versuch, einen Partner zu ködernn, indem man ihn loslässt, in der Hoffnung, dass er zurückkommt und sich verändert, oder das temporäre Aufgeben von etwas mit der Absicht, es später wieder ins Leben zu integrieren. Ein solches Verhalten ist in der Tat manipulativ, vor allem sich selbst gegenüber, und bewirkt oft genau das Gegenteil von dem, was man damit erreichen möchte.


Es ist in Ordnung, um etwas zu kämpfen und mehrere Anläufe im Prozess des Loslassens zu benötigen. Wichtig ist es, die eigenen Ausreden und Muster zu erkennen, um Klarheit und Bewusstsein über die tatsächliche Situation zu erlangen.


"Die größte Macht, die ein Mensch besitzt, ist die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen." - J. Martin Kohe

Zwei Übungen verdeutlichen den Prozess des Loslassens:

  1. Das Ballen der Hand zu einer Faust symbolisiert das Festhalten und die Blockade, die Kradft kostet, während das Öffnen der Hand Fläche und Raum für Neues steht und Energie fließen kann.

  2. Ähnlich verdeutlicht die Metapher der Tür ohne Schlüssel, dass es manchmal keinen Rückweg gibt und man dennoch bewusst entscheiden muss, hindurchzugehen und eine Tür für immer zu schließen. Ich frage dich bei den Dingen, die dich lange schon belasten und die du endlich loslassen willst: Gehst du durch die Tür ohne Schlüssel oder schiebst du einen Keil dazwischen, dass sie nicht ins Schloss fällt? ... wenn dir hier eine Antwort nicht möglich, hast du dann für den Moment losgelassen oder nicht eher festgehalten?

Wenn du eine Entscheidung treffen musst und du triffst sie nicht, ist das auch eine Entscheidung.“ – William James

Ich empfehle dazu die Podcast-Episode "Erwartungsfrei Loslassen" aus meinem Podcast "Vögel wollen fliegen". Überall, wo es Podcasts gibt - hör gerne mal rein!


Herzlichst

Lena

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